Montag, 22. September 2014

[Rezension] Die Flüsse von London, von Ben Aaronovitch

Hallo, Hallo meine Lieben


Da bin ich wieder mit einer neuen Rezi für euch. Entschuldigt, dass ihr wieder etwas warten musstet, aber ich hab mich irgendwie furchtbar schwer damit getan, mich für ein Buch zu entscheiden und die richtigen Worte zu finden. Doch nun ist die Entscheidung gefallen - und ich hoffe, dass die Rezi einigermaßen gut geworden ist. Bin ja noch nicht so lang im 'Geschäft'. Wie heisst es doch gleich so schön? Man wächst mit seinen Aufgaben? Und Übung macht den Meister? Na, wir werden sehen, ob das auf mich zutrifft ;)


Titel: Die Flüsse von London (Original: Rivers of London, Midnight Riot in the US)
Autor: Ben Aaronovitch
Verlag: DTV
Format/Edition: Taschenbuch
Seitenzahl: 478
ISBN: 978-3-423-21341-7
Preis: 9,95 Euro (Zum Taschenbuch / Zum Ebook )
Erschienen am: 1.01.2012
Teil einer Reihe: Ja, 1/4 (Die Peter Grand - Reihe)

 
Über den Autor

Ben Aaronovitch (* 1964 in London) ist ein britischer Schriftsteller und Drehbuchautor. 1988 und 1989 schrieb er zwei Stories der britischen Fernsehserie Doctor Who, die in jeweils vier Episoden ausgestrahlt wurden. Daraus und im weiteren Umfeld der Doctor-Who-Welt entstanden auch fünf Romane Aaronovitchs. Für die Bücher kreierte er den Charakter Kadiatu Lethbridge-Stewart, der bislang nie in der Original-Serie auftrat, aber in mehreren Ablegern vorkam. Weitere Drehbücher schrieb er für die Serien Jupiter Moon, Casualty und Dark Knight. Im deutschsprachigen Raum ist er vor allem für seine Urban-Fantasy-Romane um den Polizisten und Zauberlehrling Peter Grant in der Die-Flüsse-von-London-Reihe bekannt.
Aaronovitch lebt in Wimbledon und betreibt einen Buchladen in London. (Quelle: Wikipedia)

Inhalt

Peter Grand ist frischgebackener Police Constable, als man ihm einen unerwarteten Karrierevorschlag macht: Er soll Zauberlehrling werden, der erste in England seit fünfzig Jahren.
Jetzt muss er sich mit einem Nest von Vampiren in Purley herumschlagen, einen Waffenstillstand zwischen Themsegott und Themsegöttin aushandeln, Leichen in Covent Garden ausgraben... Alles ziemlich anstrengend. Und der Papierkram! (Info: Klappentext meiner Ausgabe)


Rezension

Dieses Buch war ein Spontankauf und der letzte Kauf vor meiner unseeligen Wette mit meiner Nichte (dazu mehr in einem späteren Post) und mir ist erst beim hinzufügen auf Goodreads aufgefallen, dass ich das bereits längere Zeit aufgrund einer Empfehlung einer Freundin auf meiner Wishlist stehen hatte. Allerdings unter dem Namen Midnight Riot. Irgendwie konnte mein Gehirn da keine Verbindung zwischen herstellen... Sigh. Na egal. Bereut hab ich es auf jeden Fall nicht. Es ist einfach nur genial.

Das Cover hat mich als erstes angesprochen und der Klappentext klang sowieso vielversprechend, also war die Entscheidung glasklar: GEKAUFT.

Erzählt ist die Geschichte in der Ich-Form und aus der Perspektive von Peter Grand, einem frischgebackenen Police Constable.

Normalerweise mag ich in der Ich-Form geschriebene Geschichten nicht sonderlich, aber hier fand ich es richtig klasse.
Peter ist so ein genialer Charakter, man muss ihn einfach gern haben! Ich hab mich köstlich über seine Gedankengänge amüsiert und mitreißen lassen, wenn er einen Plan ausgehekt hat (der mal funktionierte, mal nicht).
Ebenso wie Nightingale, Peters neuer Boss und Zauberlehrer (um es mal so auszudrücken). Sollte ich mal jemals das Zaubern lernen müssen, dann würd ich doch gern bitte von Thomas Nightingale unterrichtet werden.

Die Nebencharaktere waren auch klasse und ich mochte jeden einzelnen, sogar die Bösen und Unheimlichen.
Am genialsten waren Mama und Papa Themse, die ein Territorienstreit ausfochten, der mit einem Waffenstillstand und 'Geiselaustausch' vorläufig beigelegt wurde. Die Frage ist nur: Für wie lange hält das?

Sehr gut hat mir auch Peters Entwicklung gefallen. Vom etwas leicht trotteligen, leicht ablenkbaren Polizisten in Ausbildung, hat er sich zu einem respektablen Zauberlehrling entwickelt, der sicher auch in Hogwarts zurechtt käme.

Süß fand ich auch die zart angedeutete Liebesgeschichte zwischen ihm und seiner Kollegin Lesley. Schade, dass nicht mehr daraus geworden ist als eine Schwärmerei seitens Peter. Zumindest zum jetztigen Zeitpunkt. Mal sehen, was noch kommt. Drei Bücher folgen ja noch. Die würden sicher gut zusammen passen. Aber erstmal abwarten.

Der Schreibstil war locker-leicht und und ließ sich flüssig und angenehm lesen. Ob die deutsche Übersetzung allerdings etwas taugt, kann ich so nicht beurteilen, da ich das Original noch nicht kenne, und daher keine Vergleichsmöglichkeit habe. Aber ich werde es mir sicher auf Englisch holen. Dann update ich das hier.
Ben Aaronovitch schreibt locker, witzig, detailreich, ohne jedoch in Längen zu geraten.

Die Story selbst baut sich ordentlich auf, ohne zu schnell sein oder zu lange zu brauchen. Alles passt gut zusammen und ineinander. Die Sprüche und Dinge der Magie fand ich super angebracht und erklärt. Zumindest für mich hat es Sinn ergeben und ich konnte Nightingales Ausführungen sehr gut folgen.

Die Charaktere sind recht gut ausgearbeitet und sind lebendig, dreidimensional, realistisch. Allerdings lernt man sie noch nicht richtig kennen, man hat das Gefühl, man kratzt erst an der Oberfläche, was die Charaktere und Geschichten der einzelnen Personen betrifft. Ganz besonders im Falle von Nightingale.Die Geschichte von ihm würde mich wirklich brennend interessieren.
Allerdings ist 'Die Flüsse von London' der erste Teil einer vierteiligen Reihe, somit also noch mehr als genug Zeit, die Charaktere besser kennen zu lernen und ihre Geschichte zu entfallten.

Ich war begeistert und kann es jedem nur ans Herz legen, der Harry Potter, Fantasy und Detective Geschichten mag, die zudem im guten alten England angesiedelt sind.

Wertung

4,5 von 5 wunderhübschen Hersbtblättern für dieses tolle Buch.


So - das war's erstmal wieder von mir. Ich bemühe mich, diese Woche noch zwei Rezis fertig zu stellen, aber ich verspreche lieber nichts.

Liebste Grüße, Clay.

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